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Bild: Holzweg
Holzweg
Trennpunkt Holzweg Trennpunkt Büchenbach
Trennpunkt Stichworte: natürlich ERLANGEN2007
Trennpunkt Thema: Natur -
Auf idyllischem Pfad in die Mönau Holzweg in Büchenbach:
Schützenswerte Böschungen, wertvoller Sandmagerrasen

Der Weg ins Holz, zu den Feldern und den Teichen ist ein Weg von Büchenbach nach Norden in die Mönau. Durch die Nutzung durch Viehtrieb und Fuhrwerke wurde der Holzweg teils hohlwegartig eingetieft. Beim Viehtrieb zur Hutweide in die Mönau wurden die Böschungen ständig abgeweidet und auf diese Weise ausgemagert.
Dadurch entwickelte sich der wertvolle Sandmagerrasen. Er zeichnet sich aus durch mageres Wachstum und Ausbildung spezieller Pflanzengemeinschaften, die saures Milieu bevorzugen, wie zum Beispiel das unscheinbare Hungerblümchen und das gelbblühende Frühlingsfingerkraut. Es folgen Knöllchensteinbrecher, Ackerhornkraut, später Sandgrasnelke und Thymian.
Bevor die Bebauung an den Holzweg heranreichte, war er baum- und strauchfrei, unbeschattet, monoton, unbefestigt, Wind, Wetter und Sonne schutzlos ausgesetzt. Heute ist der Weg mit Kalksplitt befestigt, der sich mit dem Silikat nicht verträgt. Im südlichen Teil sorgen Bäume für Laubeintrag und Beschattung, standortfremde Pflanzen wurden eingebracht und die vielen, nicht richtig geführten Hunde sorgen durch ihre Hinterlassenschaften für eine Überdüngung.

Stark zugesetzt
Dies alles hat dem Sandmagerrasen stark zugesetzt. Zum Schutz der Böschungen wurden diese im Jahr 1995 als geschützter Landschaftsbestandteil eingestuft. Auf der nördlichen Hälfte des Weges nach Querung des Adenauerrings blickt man auf Felder, die Schäferei, den Steinforstgraben mit seinen von Laubbäumen gesäumten Ufern, die Neuweiher, den «Dummets» (mundartlich von Domherrenweiher), und den Wald, die Mönau, 1982 als Bannwald ausgewiesen.
Spaziert man weiter talwärts riecht es nach Schaf, am Dummets hört man die Vogelstimmen von Zwergtaucher, Teichrohrsänger, Blesshuhn und mit viel Glück von Pirol, Eisvogel und Rohrammer. Der Wind fängt sich im Röhricht. Wiegend bringt er es zum Rauschen. Klatschend schlagen die Wellen schäumend an den Damm. Es riecht nach aaligem Weiherwasser und steif bläst der Wind ins Gesicht. Zum Horizont neigt sich die Sonne, ihre letzten wärmenden Strahlen aussendend. Glitzernd spiegelt sich der gelbrote Ball in der gekräuselten Wasserfläche. Komme, lausche, fühle, sehe und erlebe die Schönheit dieser wunderschönen, reizvollen Ecke am Ende des Holzweges auf dem Damm des «Dummets».

Klaus Michel, (Geschichtswerkstatt Büchenbach 12.7.2007)

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