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Bild: Geschichte von Friesecke & Hoepfner
Geschichte von Friesecke & Hoepfner
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Geschichte des Werkes Friesecke & Hoepfner / FAG
Um 1900 wurde auf dem Gelände an der Tennenloher Straße eine Zigarrenfabrik erstellt.
Im 1. Weltkrieg wurde dann diese Fabrik von den damaligen Besitzern umfunktioniert in einen Rüstungsbetrieb. Nach Ende des Krieges fertigte man dann in den Hallen vorübergehend Feuerzeuge, Taschenlampen und Rasierapparate.
1923 in der Folge der Inflation trennten sich die bisherigen Besitzer Hofmann und Wild und das Gelände wurde nicht mehr genutzt.
Bis 1936 war das Areal dann mehr oder weniger ungenutzt. Nach der Verstaatlichung durch die Nationalsozialisten in diesem Jahr wurde der Betrieb für den Reichsarbeitsdienst als Unterkunft genutzt.
Nun begann unter der Leitung des Reichsluftfahrtsministeriums die Fertigung von Luftabwehrgeräten.( Scheinwerfer für Flakleitgeräte usw.) Durch notwendige neue Gebäude erweiterte sich das Werk schnell auf ca. 90 000 Quadratmeter.
1939 kam es zur Gründung der Firma Friesecke und Hoepfner in Berlin Babelsberg und gleichzeitig zur Übernahme der Firma Hofmann GmbH in Erlangen. Zweck des Unternehmens war nun die Fertigung flugtechnischer Geräte.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen die Amerikaner das Werk zur Reparatur und zum Bau von Militärfahrzeugen.
Mit dem 1.Juni 1948, der Rückgabe des Werkes, begann dann das zivile Leben der Firma Friesecke und Hoepfner.
Die Fertigung des Betriebs konzentrierte sich nun auf Hauptprodukte Hydraulik und Regeltechnik – Dickenmessanlagen und Strahlungsmessgeräte. Daneben wurden Kinomaschinen ,Webstühle (Fa Schönherr) und Abwälzfräsmaschinen (Fa. Pfauter) hergestellt, ebenso Extruder für die Kunststoffindustrie.
1952 übernahm die Bayrische Staatsbank das Unternehmen und führte die Produktion im bisherigen Umfang weiter.
1954 stiegen dann Gesellschafter der FAG Kugelfischer Schweinfurt, die Familie Schäfer in das Geschäft ein und führten den Betrieb als Friesecke und Hoepfner weiter.
Erste Finanzprobleme führten 1981 dazu, dass das Unternehmen Friesecke und Hoepfner voll in die FAG eingegliedert wurde und fortan als Werk 11 galt. Die Produktlinien wurden aufgeteilt in die drei Erzeugnisbereiche Hydraulik und Regeltechnik mit Wickeltechnik- radiometriche Mess- und Regeltechnik, sowie Strahlungsmess- und Umwelttechnik.
Die inzwischen marode Bausubstanz der Gebäude, mit Ausnahme des 1964 bezogenen Verwaltungsbaus, die enormen Kosten für innerbetriebliche Transporte in dem weitläufigen Gelände, die Aufwendungen für Heizung und Straßenerhaltung wurde 1988 in eine Machbarkeitsstudie zum Neubau herbeigezogen. Die Entscheidung für Neubau war schnell gefasst.
1989 erfolgte dann die Grundsteinlegung für die Neubauten für Hydraulik und Regeltechnik in Eltersdorf und für die Bereiche Radiometrie und Strahlenmesstechnik an der Frauenauracher Straße. Investition für die Gebäude ca. 70 Mio. DM
Bereits 1989 konnte das Werk in Eltersdorf zum Jahreswechsel bezogen werden, die Werke an der Frauenauracher Straße folgten Juni/Juli 1990.
Finanzprobleme bei FAG – Kugelfischer 1993 und die damit verbundene Rückführung auf das Kerngeschäft von FAG auf die Herstellung und den Vertrieb von Lagertechnik, sowie hoher Personalabbau bewegten FAG alle Betriebsteile die nicht zu diesem Kernbereich passen zu verkaufen.
Das Werk in Eltersdorf ist weiterhin Betrieb für Hydraulik und Regeltechnik wurde durch die US Fa Hale Products übernommen und damit Teil Idex Corporation, wobei die industrielle Wickeltechnik durch MBO einen selbständigen Betrieb innerhalb dieser Einheit darstellt.
Die Werke an der Frauenauracher Straße Radiometrische Mess- und Regeltechnik , sowie Strahlungsmess- und Umwelttechnik wurden von Electronic Systems USA übernommen und werden als eigenständige Betriebe weitergeführt.
In der Zwischenzeit sind diese beiden Bereiche im Gebäude Frauenauracher Straße 96 zusammen untergebracht .Das Gebäude Frauenauracher Straße 98 wurde von Fa. Siemens übernommen.

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